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Die Geschichte von Harrison

Oder: Projekt Rehabilitation – was ist wirklich möglich? 

Begonnen hat alles vor etwa einem Jahr. Ich war bei Kunden, an dem Stall an welchem früher meine Pferde auch standen. Eine Kundin fragte mich: „Hey Sylvia, magst ein Pferd? Nur 2000 Euro!“ Sie meinte das natürlich Ernst, ich hab es als Spaß aufgenommen. Aber dann zeigte sie mir den Fuchs… Oh je. Ich dachte mir: „Was für eine Baustelle, das arme Tier“.

Sie erzählte mir das die Besitzerin ihn verkaufen möchte, er ist ihr einige Male im Gelände durchgegangen, die beiden kommen nicht miteinander klar. Die Kundin wollte das ich bitte „nur kurz einen Blick drauf werfe“, da er unterm Sattel „komisch läuft“. Ich hab mir das ganze also kurz angeschaut und erklärte ihr, das dieses Pferd so eigentlich nicht reitbar ist. Der braucht „runterholen“, Therapie, Wärme, ein Bewegungsprogramm, Hufschmied, Tierarzt, …

Für mich war das Thema damit erledigt. Bis auf das ich an dem Abend noch oft an „den armen Fuchs“ denken musste.

Dieser arme Fuchs, Namens Harrison, ging mir nicht  mehr aus dem Kopf. Er ähnelt sehr meinem damaligen Galopper, die gleiche arme Seele. Ich schrieb einer anderen Kundin von mir, welche auch an diesem Stall steht, ihr Pferd steht auf der selben Koppel wie Harrison, wie sie das Ganze denn sieht, ob sie mir mehr über Harrison sagen kann. Sie überlegte schon öfters ob sie ein 2. Pferd möchte, aber Harrison… Baustelle. Eigentlich weniger.

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