Intensivtage in den Oliveira Stables

Meine persönliche Erfahrung der Intensivtage in den Oliveira Stables

 

Ich war vom 28.10. bis 1.11. in den Oliveira Stables.

Den ganzen Tag zuschauen, zuhören, Fragen stellen, diskutieren, lernen, verstehen und vor allem: selbst reiten!

 

Ich möchte diesen Bericht aus verschiedenen Aspekten darstellen, da ich eine wichtige Botschaft vermitteln möchte.

 

Kurz vorab zu mir: Ich bin Physiotherapeutin für Pferde, ich arbeite zusätzlich einmal die Woche bei einem Tierarzt für Pferde (begleite ihn in seiner mobilen Pferdepraxis), ich gebe an 5-6 Tagen die Woche Reitunterricht/Bodenarbeit an verschiedenste Kunden mit den unterschiedlichsten Pferdetypen (stets nach bestem Wissen und Gewissen), ich war zuvor ausschließlich Freizeitreiterin und ich habe noch einen großen Weg vor mir. Ich bin generell ein Mensch der nichts nachplappert, der nichts tut nur weil XY (z.B. irgendwelche Koryphäen) es ja auch tut. Ich hinterfrage, ich analysiere, ich recherchiere, ich PROBIERE es aus, ich gebe Dingen Zeit, ich bin bei dem was ich tue immer zu mehr als 100% dabei. Mit Herz und Seele. Die Menschen, die mich persönlich kennen, wissen das.

 

Ich versuche mich so kurz wie möglich in allem zu halten.

 

Aus dem rein fachlichen Aspekt:

 

In meiner Erfahrung als Physiotherapeutin erlebe ich 99% der Pferde mit verspannter Hinterhandmuskulatur (insbesondere der Muskulatur rund um die Hüfte und den Hinterhandstreckern), mit verspannter Genickmuskulatur, mit atrophierter Muskulatur des Rumpfträgers – oftmals auch mit derben Verhärtungen, mit blockierten Segmenten in der Wirbelsäule, Rückenmuskulatur welche entweder Verhärtungen aufweist oder ebenfalls atrophiert ist.

Zwei sehr deutliche Beispiele in meiner täglichen Praxis sind:

 

  1. Delle vor dem Schulterblatt:

 

Abb.1: Atrophierter Rumpfträger

 

 

 

 

 

  1. Verklebungen und Verhärtungen der Hüft- und Oberschenkelmuskulatur:

 

Abb.2.: Verspannte Hinterhandmuskulatur

 

 

 

 

 

 

Ich muss ehrlich gestehen, wenn man als Mensch ein gewisses Bild immer und immer wieder vorgehalten bekommt, einen Eindruck immer wieder vorgehalten bekommt, dann wird es zu dem, was man glaubt. So glaubte ich schließlich irgendwann dass es offenbar entweder normal sein muss, das alle Pferde, die Reihe durch, an besagten Stellen Verspannungen haben, oder das ich irgendwas noch nicht verstanden habe oder übersehen habe. Denn das gibt es doch nicht, das ALLE Pferde welche ich behandle und sehe, diese Probleme aufweisen?

 

Dies sind nun  lediglich zwei Beispiele, ich könnte noch beliebig viele Stellen am Körper aufzählen, aber dies soll ja lediglich eine Anregung zum Nachdenken sein, welche möglichst verständlich gehalten wird. Alles andere würde den Rahmen sprengen.

 

Nun, ich kaufte mir also die Bücher Vertikal 1 und Vertikal 2 von Manuel Jorge de Oliveira. Warum? Weil ich zuvor die Literatur von Francois Baucher und Steinbrecht studierte und MEHR wissen wollte! Ich war infiziert von der Genialität Bauchers. Ich wusste sofort, dass hier irgendwo meine Antworten liegen.

 

Nachdem ich die Vertikal Bücher ca. 8-9 x durchgelesen hatte, begann ich, in Muskelketten zu denken, ich malte mir alles nochmal neu auf, welche Bewegung macht welche Aktion, welche Reaktion. Dann versuchte ich das mit meinem Pferd umzusetzen. Schwierig. Mein Pferd hat eine lange Geschichte und gehört eigentlich in Profi Hände. Aber, ich versuche zu lernen. Ich wandte die neuen Erkenntnisse täglich an meinem Pferd an, und innerhalb weniger WOCHEN veränderte er sich körperlich total. Sogar meinem Tierarzt fiel auf das mein Pferd sich sehr positiv veränderte, was für mich ein großer Beweis war für die Richtigkeit meiner Arbeit. Mein Pferd war nie mehr lahm seitdem.

 

Dann besuchte ich Veranstaltungen in den Oliveira Stables, nachdem mich Veranstaltungen in ähnlichen Lagern zwar erstmal überzeugten, aber als ich hinter die Kulissen blickte, mich diese grob enttäuschten… Und in den Oliveira Stables sah ich dann das, was ich aus vielen alten Meistern gelesen hatte.

Grundehrliche Arbeit.

 

So buchte ich Intensivtage in den Oliveira Stables. Das heißt täglich selbst reiten auf sehr feinen Schulpferden, täglich den ganzen Tag zuschauen und lernen, fragen, diskutieren, lernen, lernen, lernen.

Ich habe in den vergangen 5 Tagen SOVIEL gelernt wie mein ganzes Leben noch nicht!

 

Zum fachlichen:

 

Ich habe mir die Pferde in den Oliveira Stables GENAU angeschaut, denn wie gesagt, ich will alles genau und ehrlich wissen. KEINES dieser Pferde, egal mit welcher Geschichte, weist oben genannte Verspannungen auf.

Die Pferde dort haben die Reihe durch ALLE eine wahnsinnig gut ausgebildete Muskulatur. Der Rumpfträger ist bei allen Pferden stark ausgebildet (er füllt das „Loch“ zwischen Schulter und Hals).

Abb.3: M. serratus ventralis cervicis und thoracis ( der gefächerte Muskel der von den Rippen bis zur Halswirbelsäule reicht, der Rumpfträger)

 

 

 

 

 

Der gesamte Hals ist bei allen Pferden dort gleichmäßig ausgebildet, die Rückenmuskulatur ist weich und ausgefüllt, nicht druckdolent (wie bei 99,9% aller Pferde), die Hinterhand- und Hüftmuskulatur ist bei allen Pferden in den Oliveira Stables gut ausgebildet, jedes Pferd dort hat einen „Knackarsch“ (sorry für den Ausdruck, aber ist so.).

Um zu verstehen wo die Halswirbelsäule überhaupt verläuft, hier kurz das Skelett im Überblick:

 

Abb. 4: Skelett

 

 

 

 

Hier noch ein Bild, welches gut darstellt wie die Muskulatur im Genick und entlang der Halswirbelsäule arbeitet, in den verschiedenen Kopf-Hals Positionen:

Deutlich zu sehen, wie die Muskulatur unter Spannung steht wenn das Pferd den Hals „statisch“ beugt. Sprich wenn es unter Manipulation entsteht.

Abb. 5: Arbeit der Muskulatur.

 

 

 

 

 

 

Fazit: Die Pferde in den Oliveira Stables weisen alle eine sehr gut ausgeprägte Muskulatur auf. Keines der Pferde geht lahm, es wird täglich auf die aktuellen Befindlichkeiten der Pferde geachtet und die Pferde werden dementsprechend täglich gearbeitet.

Die Pferde dort wirken außerdem vom Gemüt ausgeglichen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen wie die Pferde dort täglich auf die Koppel gebracht werden. Die Pferde dort kennen keine Feiertage oder Sonntage, sie werden einfach täglich besser als gut behandelt und gearbeitet. Daher sind diese Pferde auch mental im Gleichgewicht

Pferde, welche im Leichttraben „locker vorwärts“ geritten werden, kommen so oder so vollkommen auf die Vorhand. Balance ist somit eliminiert. Speed is the enemy of balance (Geschwindigkeit ist der Feind der Balance). Pferde, welche dazu animiert werden während der Arbeit sich „fallen zu lassen“, kommen auf die Vorhand. Diese Liste kann ich ewig erweitern.

Daher möchte ich alle Pferdefreunde auffordern, welche ihr Pferd wirklich lieben: Kauft Euch Vertikal 1 und 2 von Manuel Jorge de Oliveira (Vertikal 3 kommt 2019 ), und gebt Euch und Euren Pferden die Chance, umzudenken. Weg vom Mainstream.

Nur weil bekannte Koryphäen es „so“ machen muss es noch lange nicht richtig sein. Nur weil eine Frau B. den Zugriff zum Mainstream erhalten hat muss noch lange nicht alles richtig sein. Hinterfragt selber, stellt Euch die Frage WARUM ist dieser und jener Ausbilder so anerkannt? Wegen der Leichtigkeit? Was ist Leichtigkeit? Ein langes Pferd, schwer auf der Vorhand? Beobachtet alle mal die Muskulatur, wie sie arbeitet wenn das Pferd in die Dehnungshaltung geschickt wird, wenn es mit dem Kopf auf Höhe Buggelenk gearbeitet wird, wenn es über Stangen läuft, wenn es geleichttrabt wird, usw. Dann beobachtet wie die Muskulatur arbeitet wenn der Hals als Balancestange verwendet werden darf, wenn es mobilisiert und flexioniert wird, wenn es in Seitengängen gearbeitet wird, von einer Biegung in die andere, wenn es geradeaus schreiten darf, wenn es sich bewegen darf. Die Antwort ist dann ganz selbstverständlich.

Überlegt bitte selber.

Persönlicher Lerneffekt:

Ich habe in diesen 5 Tagen so viel gelernt wie in meinem ganzen Leben bisher noch nicht.

Was heißt es wenn die Hand wirklich nachgibt?

Wie fühlt sich der Seitengang auf einem 100% feinem Pferd an?

Was muss ich tun damit ich diesen auslösen kann und erhalten kann? Wie analysiere ich ein Pferd richtig? Wie löse ich Verspannungen?

Wo sind meine persönlichen Grenzen? Ja, auch ich hatte einen Tag wo ich am liebsten heulend vom Pferd gestiegen wäre. Ich wurde an meine Grenze gebracht. Aber ich bin nicht weinend abgestiegen, ich hab geschluckt und wusste, ich muss es beenden. Ich habe es angefangen, also muss ich es beenden. Und es hat mich so undenkbar weiter gebracht. Raus aus der Komfortzone.

Dafür durfte ich danach Leichtigkeit pur erleben und mich so tiefgehend schulen in Präzision und Hilfengebung. Ich nehme wahnsinnig viel mit.

 

Emotionaler Lerneffekt:

Es wurde ein Fundament geschaffen. Die Geometrie der Reitbahn respektieren. Den Respekt untereinander, die Liebe zum Pferd LEBEN.

Morgens, 8 Uhr.

Ich war die erste um zu zuschauen, niemand sonst da. Außer Bereiter Christoph Hösch.

Das waren für mich ganz besondere Momente.

Diese Stille erleben, diese Konzentration, diese Präzision.

Christoph zu beobachten wie er reitet, wie er die Pferde in Balance bringt, wie er ihnen aus Verspannungen hilft, es ist unbezahlbar.

Bernardo erleben, wie er in absoluter Konzentration an den jeweiligen tagesformabhängigen Themen der Pferde arbeitet, wie er augenblicklich absteigt wenn das von ihm geforderte perfekte vom Pferd gelieferte gezeigt wurde… wie die Pferde mit erhobenem Haupt und Stolz die Reitbahn verlassen… nicht klatschnass und kaputt, sondern fitter als vorher… das ist der Wahnsinn.

Christina Wunderlich – eine begnadete Reiterin. Sie ist ein großes Vorbild. Es geht nicht um den perfekten Sitz, es geht um das Gefühl, um richtig und korrekt auf die Millisekunde genau einwirken zu können, es geht darum dem Pferd zu helfen. Christina beim Unterricht zuschauen zu dürfen macht soviel Sinn. Das ist Physiotherapie. Die Pferde verändern sich in dieser Zeit. Es gibt auch hier wieder keine vorgefertigte Schablone, sondern es wird daran gearbeitet, was es braucht. Wahnsinnig lehrreich.

Martina Duschl, die so eine Engelsgeduld hat, stets ruhig bleibt, aber so konsequent wie nie zuvor erlebt… sie lehrte mich Dinge aushalten zu müssen, sie lehrte mich Präzision, Genauigkeit und WARUM das so wichtig ist. Sie lehrte mich GEFÜHL.

Frau Isabella Sonntag, die so unermüdlich zum Wohle der Pferde einsteht. Die so zu Unrecht angegriffen wird, die so dickes Fell hat, zum Wohle der Pferde. Danke, Frau Sonntag. Ich verstehe absolut JEDE Reaktion und stehe voll dahinter. WEIL ich persönlich gesehen habe das es nur DIESEN RICHTIGEN Weg geben kann. Mischen mit den einzelnen Anteilen geht nicht, denn dann wird das Pferd wieder steif. Das ist nun mal leider so, das ist nicht meine Meinung, das ist naturgegeben.

 

DANKE an MANUEL JORGE DE OLIVEIRA.

Ich muss Euch eines sagen: Diesem Menschen in die Augen zu schauen, ist wie in dem weisesten Buch des Planeten zu lesen.

Mich erfüllt es mit tiefstem Respekt und Ehrfurcht, diesem Menschen bei seiner Arbeit zuschauen zu dürfen. Erleben zu dürfen wie er den Pferden hilft, wie er den Menschen hilft. Er ist ein so wahnsinnig tiefgründiger Mensch, der so vieles ausstrahlt: Liebe, Respekt, Würde, Gnade, Disziplin, Ehrfurcht, Anstand, MITEINANDER.

Ich blicke in seine Augen und sehe: Erfahrung pur, Weisheit, Liebe, Respekt.

Dieser Mensch ist unbeschreiblich.

Wie er mit den Pferden umgeht, wie er sie arbeitet, wie er sie reitet… Das versteht man wirklich nur wenn man ZUMINDEST seine Bücher gelesen hat. Dann muss man sich einfach drauf einlassen. Sehen, fühlen, wirken lassen, entwickeln lassen.

 

Es erfüllt mich mit größtem Stolz und Respekt, das ich mich dafür entschlossen habe, die Escola de equitacao, geleitet von Manuel Jorge de Oliveira, zu absolvieren. Nur diese Ausbildung bringt mich an die Grenzen meiner Möglichkeit, bringt mich dahin meine wahre Bestimmung zu sehen und umzusetzen.

 

Ich möchte Pferden wahrhaftig helfen! Ich möchte Ausbildung BEGREIFEN, ich möchte Mensch-Pferd-Paaren helfen weiter zu kommen, ich möchte aufklären wie es richtig funktioniert und warum.

Meine Tätigkeit als Physiotherapeutin werde ich nach und nach einstellen, da das richtige Training bereits Physiotherapie bedeutet. Und ich möchte niemanden „abziehen“. Ich stehe für ehrliche Arbeit. Ehrliche Arbeit dem Pferd gegenüber. Jedes Pferd ist individuell, und so muss es behandelt werden.

 

Schlussfazit: Ich absolviere sobald wie möglich die 3-jährige Ausbildung unter der Leitung von Manuel Jorge de Oliveira, und werde danach noch mehr für Aufklärung sorgen als bisher. Warum? Zum Wohl der Pferde! Weil ich es verstanden habe! Das Fundament ist gelegt.

Die Pferde in den Oliveira Stables haben alle eine wahnsinnig gut ausgeprägte Muskulatur, gleichmäßig ausgeprägt. Diese Pferde haben Kraft und sind gesund. Das ist der Beweis für korrekte Arbeit. Mehr braucht es nicht.

Zu Unrecht werden die OS unqualifiziert angegriffen, wahrscheinlich nur aus Unwissen. Denn kennt man sich mit Anatomie aus, dann wird es logisch wie man arbeiten muss, kenn man sich mit der Muskulatur aus und sieht eines dieser Pferde live und fasst es an, dann wird auch hier wieder logisch, was richtig und was falsch ist. Wie gesagt: ALLE Pferde, welche ich bisher unter der Hand hatte, leiden an genannten, massiven Verspannungen. Die Pferde in den OS nicht. Mehr braucht es nicht.

 

Sylvia Krojer

www.in-motion-tierphysiotherapie.de

 

 

 



Flexionen vom Boden

François Baucher beschrieb in seiner Lehre die Flexionen sehr ausführlich. Er verbrachte viel Zeit damit vom Boden, wie auch vom Sattel, um diese Art der „Physiotherapie für Pferde“ wirken zu lassen.

Für die meisten Reiter sind diese Abkauübungen, Flexionen, Mobilisationen ein großes Fremdwort. Es wird heutzutage kaum mehr gelehrt.

Doch wirken diese Übungen, vor und nach der Arbeit, positiv auf die Entspannung der Muskeln des Pferdes. Zu oft suchen wir die Ursache in der Muskulatur der Brust- und Lendenwirbelsäule – doch meist entstehen die Spannungen bereits im Kiefer und der Halswirbelsäule. Weiterlesen



Basics bei der Arbeit mit Pferden

Tutorial: Kommunikation mit dem Pferd

Dieses Thema gehört natürlich zu der Basis, die Basis ist ein wichtiges Fundament, welches unbedingt gefestigt werden sollte, bevor man weitere Aufgaben mit seinem Pferd angehen möchte. (Egal ob Jungpferd oder Korrekturpferd…)

Wir haben meist eine gewisse Vorstellung was wir mit unserem Pferd machen wollen, wenn wir in den Stall fahren.  Oftmals beginnen dann die Probleme schon am Anfang. Pferd geht nicht brav am Strick, sondern rennt uns um, stürmt davon, oder zieht sogar rückwärts.

Kopfschlagen, Ohren anlegen, oder eventuell Apathie. Das alles hat einen Grund, und wir sollten unsere Zeit, die wir mit und bei unserem Pferd verbringen nutzen, um die Zeit auch wirklich MIT unserem Pferd zu verbringen.

Bei einfachen Führübungen können wir die Kommunikation mit dem Pferd bereits festigen. Hier gibt es klare Regeln welche wir Souverän und Konsequent einhalten. Weiterlesen



Übertreten an der Hand

Übertreten an der Hand   

Zur Jungpferdeausbildung, bei Korrektur-/Rehapferden, zum Aufwärmen vorm Aufsteigen, für die Handarbeit, oder vorm longieren benutze ich gerne das Übertreten an der Hand.

Wozu dient diese Übung?

  • Es vermittelt dem Pferd das seitliche Weichen
  • Durch das ruhige Kreuzen der Vorder- und Hinterbeine wird die Koordination geschult
  • Die Muskulatur wird aktiviert und gedehnt, vor allem der gesamten Schultergürtel und Becken-/Kruppenmuskulatur
  • Es wird Last von einer Schulter auf die andere transportiert
  • Das Pferd lernt die Gelenke vermehrt zu beugen, also vermehrt über die Muskulatur zu arbeiten
  • Es mobilisiert die Schulter und das Hüftgelenk
  • Mobilisiert den hinteren Rücken
  • Lässt den Rückenmuskel wechselseitig an- und abspannen
  • Durch die Aktivierung der Muskulatur wird diese gekräftigt, und das Pferd bereits für eine spätere Versammlung vorbereitet

Wie führe ich diese Übung korrekt aus?

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Training für Pferde

Jeder Reiter möchte sein Pferd nach bestem Wissen und Gewissen trainieren. Hierfür ist es wertvoll wenn man um einige grundlegende Dinge weiß, wie z.B. welches die hohle Seite und welches die steife Seite meines Pferdes ist.

Doch woran mache ich das fest? Und wozu ist das wichtig?

Ist die hohle Seite nun automatisch die „bessere“ Seite? Gibt es überhaupt eine „bessere“ Seite?

Wie richte ich mein Pferd gerade? Ist das nur den weit ausgebildeten Sportpferden vorbehalten? Komme ich als „Freizeitreiter“ überhaupt so weit?

Die Antwort ist: Ja!

Unbedingt! Dies ist notwendig, damit unser Pferd nicht weiter in seine Fehlhaltung hinein gearbeitet wird. Dies ist notwendig, damit das Pferd keine Taktfehler bis hin zu Lahmheiten entwickelt.

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Die Geschichte von Harrison

Oder: Projekt Rehabilitation – was ist wirklich möglich? 

Begonnen hat alles vor etwa einem Jahr. Ich war bei Kunden, an dem Stall an welchem früher meine Pferde auch standen. Eine Kundin fragte mich: „Hey Sylvia, magst ein Pferd? Nur 2000 Euro!“ Sie meinte das natürlich Ernst, ich hab es als Spaß aufgenommen. Aber dann zeigte sie mir den Fuchs… Oh je. Ich dachte mir: „Was für eine Baustelle, das arme Tier“.

Sie erzählte mir das die Besitzerin ihn verkaufen möchte, er ist ihr einige Male im Gelände durchgegangen, die beiden kommen nicht miteinander klar. Die Kundin wollte das ich bitte „nur kurz einen Blick drauf werfe“, da er unterm Sattel „komisch läuft“. Ich hab mir das ganze also kurz angeschaut und erklärte ihr, das dieses Pferd so eigentlich nicht reitbar ist. Der braucht „runterholen“, Therapie, Wärme, ein Bewegungsprogramm, Hufschmied, Tierarzt, …

Für mich war das Thema damit erledigt. Bis auf das ich an dem Abend noch oft an „den armen Fuchs“ denken musste.

Dieser arme Fuchs, Namens Harrison, ging mir nicht  mehr aus dem Kopf. Er ähnelt sehr meinem damaligen Galopper, die gleiche arme Seele. Ich schrieb einer anderen Kundin von mir, welche auch an diesem Stall steht, ihr Pferd steht auf der selben Koppel wie Harrison, wie sie das Ganze denn sieht, ob sie mir mehr über Harrison sagen kann. Sie überlegte schon öfters ob sie ein 2. Pferd möchte, aber Harrison… Baustelle. Eigentlich weniger.

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Das ISG

Das ISG ist schief! Oder raus…

Das ISG, auch bekannt als Kreuzdarmbeingelenk (Iliosacralgelenk), scheint immer noch recht populär zu sein. Beckenschiefstände werden damit oft in Verbindung gebracht.

Ich möchte in diesem Artikel das ISG in Rente schicken und auch erklären, warum.

Um zu verstehen was das ISG überhaupt ist und wie beweglich es denn wirklich ist, sehen wir uns das Becken und das Kreuzbein an, woraus das ISG gebildet wird. Weiterlesen



Muskeltraining

Das Training des Pferdes

In diesem Artikel möchte ich über das sinnvolle und systematische Training des Reitpferdes (im Sinne der Muskelarbeit) aufklären. Über Vorgängen im Gewebe beim Training, bei Ruhepausen, bei zu wenig oder auch zu viel Belastung. Wie viel Training oder Bewegung braucht mein Pferd? Wie trainiere ich es richtig? Weiterlesen



Die Blockierung

Was ist eigentlich eine Blockierung?

Eine Blockierung ist eine reversible (also „rückgängig zu machende“) Funktionsstörung eines Gelenkes. Es besteht also am Ort der Blockierung eine Bewegungseinschränkung. Nicht zu verwechseln mit der „Blockade“, welche eine Verknöcherung beschreibt, also nicht mehr rückgängig zu machen ist. Aus einer sehr lange bestehenden Blockierung kann sich eine Blockade entwickeln. Weiterlesen



Arthrose

Eine Arthrose ist eine degenerative und schmerzhafte Gelenkerkrankung. Es kommt hier zur Zerstörung des Gelenkknorpels.

Warum kommt es zur Arthrose?

Im Laufe des Lebens wird der Gelenkknorpel abgenutzt, dann sprechen wir von einer „Altersarthrose“. Kommt es aber schon in jüngeren Jahren zu Arthrosen dann müssen wir verstehen warum diese entstehen, und was wir als Tierbesitzer tun können, um unser Tier möglichst schmerzfrei durchs Leben zu bringen. Weiterlesen